Dr. phil. Berta C. Schreckeneder
Praxis für Beziehungstherapie
Die dunkle Jahreszeit – dunkle Stimmung?

Die dunkle Jahreszeit – dunkle Stimmung?

Wenn es draußen früh dunkel wird, heißt das nicht, dass die Menschen jetzt plötzlich depressiv werden. Viele lieben diese Jahreszeit. Sie zünden sich abends Kerzen an und lieben genau das. Manche Menschen fühlen sich trauriger als sonst, weil bspw. um die Weihnachtszeit geliebte Menschen nicht mehr da sind oder die Vögel nicht mehr so singen, wie im Frühjahr und im Sommer. Das alles macht keine Depression aus.

Dazu gehören Symptome, wie schnellere Ermüdbarkeit, Verlust an Freude und Interesse, depressive Stimmung. Das alles fühlt sich nachhaltiger und tiefer an, als eine normale Traurigkeit oder eine vorübergehende schlechte Stimmung. Manche erfahren Defizite in ihrer Konzentration, ein schwaches Selbstwertgefühl und -vertrauen, Gefühle der eigenen Wertlosigkeit, Schlafstörungen. Oft mehren sich negative Selbstaussagen, wie „Ich bin nicht gut genug.“;  „Ich kann nichts.“; „Ich schaffe das sowieso nicht.“.  Wenn Sie die Symptome der Erkrankung genau wissen möchten, finden Sie hier weitere Informationen.

Es steht nicht nur in den Zeitungen, Mitarbeiter und Führungskräfte erleben Depressionen. Zahlen und Fakten finden Sie hier und hier (WHO).

Psychische Erkrankungen sind seit langem auf dem Vormarsch. Und es gibt Unternehmen, die das Thema Gesundheitsmanagement seit Jahren aufgreifen. Ob Yoga, Fitnessstudio, Ruhelounges, Mittagstisch – es gibt Angebote, in denen Unternehmen ihrem Fürsorgeauftrag nachkommen. Bei psychischen Erkrankungen, wie Depressionen, hilft das nicht.

Einen sehr informativen und guten Artikel für Führungskräfte finden Sie in der Wirtschaftswoche.  Sie finden darin auch die Anzeichen und den ersten Umgang damit. Wesentlich ist, die Wahrnehmung und Akzeptanz der Erkrankung bei einem Mitarbeiter und das Handeln. Dieser Mensch braucht Unterstützung von entsprechenden Experten.

Die Führungskraft fungiert als Brücke, damit der Mitarbeiter wieder rasch gesund und damit einsatzfähig ist. Je ernster Sie, als Führungskraft, depressive Anzeichen nehmen, desto besser ist es für Sie und das Unternehmen. Ganz zu schweigen von dem Betroffenen, dem damit einiges erspart bleiben kann.

 

Und es gibt noch einen Weg – die Vorsorge!

Lernen Sie für sich selbst gut zu sorgen, bevor andere für Sie sorgen müssen. Erkennen Sie rascher, wann eine Grenze erreicht ist und nehmen Sie das ernst. Sie können mehr aus sich raus holen, Grenzen verschieben. Doch das führt nur über den fürsorglichen Weg mit sich selbst. Wer für sich sorgt, sich ernst nimmt, einen Teil seiner Aufmerksamkeit bei sich lässt, agiert punktgenauer und adäquater als er es jetzt tut.

Für die kritischen Gemüter: Es lässt sich schwer nachweisen, ob sich mit der Sorge für sich selbst und der Achtsamkeit Krankheiten vermeiden lassen. Der Umgang damit und Ihre Haltung darin werden anders sein – egal um welche Krankheit es sich handelt.

Lernen Sie sich kennen und staunen Sie, wer Sie sind und was in Ihnen steckt. Besuchen Sie die Relationship Class JOB am 18.2.2018. Alle Informationen erhalten Sie hier.

 

 

Beitragsbild: Fotolia_75544442_XS.jpg

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